Jonas SADA BELENGA
Das öffentliche Auftragswesen ist in der Demokratischen Republik Kongo ein neuralgischer makroökonomischer Hebel, der fast 70% der Staatsausgaben mobilisiert. Dennoch stößt dieser potenzielle Entwicklungsvektor auf eine komplexe strukturelle Realität: die einer teleologischen Umkehrung, bei der die öffentliche Auftragsvergabe von ihrer Funktion als produktive Investition abgelenkt und zu einem Feld der politischen Räuberei und institutionellen Vereinnahmung wird.